Tournament and League Rules

(Gültig seit 15.02.2014)


Allgemeine Regeln
  1. Gespielt wird nach den japanischen Regeln von 1989 (s. https://www.cs.cmu.edu/~wjh/go/rules/Japanese.html)
  2. Zusätzliche Regeln sind durch die Ausschreibung festgelegt. Diese beinhaltet neben der Komi Regelung, Spielzeit und Byoyomi, u.a. auch Auf- bzw. Abstieg, Siegpunkte und Tiebreakerwertung.
Festlegung der Spielfarbe
  1. Die Spielfarbe ist durch die Auslosung vorgegeben.
  2. Wurden bei einer Partie die Spielfarben versehentlich vertauscht, wird das Ergebnis dennoch gewertet.
Spielort
  1. Der Spielort ist durch die Auslosung vorgegeben.
  2. Kann ein Spieler nicht persönlich vor Ort erscheinen, ist der Kiseido Go Server (KGS) als Alternative verbindlich. Dazu muss der jeweilige Spieler unter Einhaltung der Fristen sich selbstständig um Ersatztermine kümmern.
  3. Wird kein Spielort durch die Auslosung benannt, finden die Partien auf dem Kiseido Go Server (KGS) statt. Dafür muss eine Software eines Drittanbieters installiert werden. Zudem ist eine zusätzliche Registrierung für die Nutzung von KGS fällig. Nakade hat keinen Einfluß auf das Dienstangebot von KGS.
    Falls nicht anders vermerkt, finden die Partien in der "Deutschen Ecke" statt. Über die Suchfunktion des KGS Clients kann man ggf. seinen Gegner finden. Der KGS Name wird durch den Turnierplan bekanntgegeben.
  4. Die Spieler haben die Möglichkeit sich selbstständig und kurzfristig auf einen anderen Spielort zu einigen.
    Ein Recht auf die Verlegung des Spielortes besteht aber nicht, falls sich die Spieler nicht einigen können.
    Damit besteht auch die Möglichkeit, eine Partie privat auf einem relaen Brett zu spielen.
Spieltermine, Terminverschiebung und Nicht-Erscheinen

Die Spieltermine sind durch die Auslosung vorgegeben. Bei gegenseitiger Übereinkunft oder unter besonderen Umständen kann ein Spieltermin einmalig verschoben werden:

  1. Für eine Terminverschiebung muss eine Frist von 72h vorher eingehalten werden.
  2. Wird die Frist nicht eingehalten, ist der vorgegebene Termin verbindlich. Ein Nicht-Erscheinen wird als verloren bewertet.
  3. Beide Spieler verpflichten sich konstruktiv an einer alternativen Terminfindung mitzuwirken. Dies beinhaltet eine angemessen zügige Rückmeldung über jegliche Kommunikationsmittel auf Mitteilungsversuche des Gegners.
  4. Zulässige Ersatztermine sind alle Termine bis zu 4 Wochen nach dem vorgebenen Termin.
    Ausgenommen von der 4-Wochen-Frist ist die letzte Partie des Turniers. Diese Partie kann nur vorverlegt werden, um Ergebnismanipulation zu vermeiden.
  5. Der Ersatztermin muss binnen 5 Tagen nach Bekanntgabe einer Terminverschiebung gefunden und verbindlich festgelegt werden.
    Anmerkung: Die Einhaltung der Frist wird durch die technischen Möglichkeiten auf nakade.de realisiert.
  6. Jeder Termin kann nur einmalig durch die Spieler selbst verschoben werden. Sollte es darüberhinaus zu eine weitere Verschiebung notwendig werden, muss ein Liga-Manager hinzugezogen werden. Es obliegt dem Liga-Manager, ob er einer weiteren Terminverschiebung zustimmt.
  7. Können sich die Spieler, bei Einhaltung der Fristen, nicht auf einen Ersatztermin einigen, ist dieses einem Liga-Manager mitzuteilen. Die Partie wird dann nicht gewertet.
  8. Eine Partie gilt verloren, falls ein Spieler zu dem angesetzten Termin nicht erscheint.
Partieabsage

Es wird erwartet, dass nicht haltbare Termine auch im Falle der Fristüberschreitung abgesagt werden.
Die Nichtachtung dieser voraussetzbaren Höflichkeit, kann disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen.

Verspätung
  1. Erscheint ein Spieler mit einer Verspätung von mehr als 30min, wird die Partie als Verlust gewertet.
    Zudem wird die Verspätung wie ein Nicht-Erscheinen behandelt.
  2. Wiederholter Partieverlust durch Verspätung kann disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen.
  3. Verspätungen beziehen sich immer auf den Spieltermin.
Ergebnis
  1. Das Liga-Ergebnis ist binnen 72h auf der Plattform einzutragen.
  2. Bei Fristversäumnis wird die Partie automatisch als ausgesetzt (ohne Wertung) bewertet.
  3. Bei Verdacht der Manipulation ist das Schiedsgericht heranzuziehen.
Internet und KGS
  1. Eine gute Erreichbarkeit über Email ist für den Ablauf notwendig und wird vorausgesetzt.
  2. Vorraussetzung für die Teilnahme an online Turnieren ist ein KGS Zugang.
  3. Jeder Spieler verpflichtet sich seinen KGS Zugang zu pflegen und über die Liga-Plattform bekannt zu machen.
  4. Versäumt ein Spieler seinen KGS Zugang in sein Profil einzutragen, kann er bei der Liga-Anmeldung nicht berücksichtigt werden.
  5. Jeder Spieler verpflichtet sich, für eine gute Internetkonnektivität insbesondere bei Spielen über KGS zu sorgen.
  6. Ist ein Spieler nur unregelmäßig erreichbar oder kann keine akzeptable Internetkonnektivität gewährleisten, kann er von online-Turnieren oder vom Service ausgeschlossen werden.
    Das beinhaltet auch die zeitweise oder dauerhafte Deaktivierung des Zugangs.
Byoyomi
  1. Die Option einer Verlängerung nach Ablauf der regulären Spielzeit, wird durch die Ausschreibung festgelegt.
    Üblicherweise wird nach dem Kanadischen Byoyomi gespielt.
  2. Sollte bei online Partien der Go-Client das ausgeschrieben Byoyomi nicht unterstützen, wird nach einem den technischen Möglichkeiten entsprechenden Byoyomi gespielt.
  3. Das Byoyomi ist keine unendliche Verlängerung einer Partie. Bei Überschreitung der Byoyimi-Regeln gilt eine Partie als verloren und wird wie Aufgabe gewertet.
  4. Wir unterstützen bei privaten Partien auf reale Brettern das Berliner Byoyomi. Sind sich beide Spieler einig, kann die Partie, sofern die Ausschreibung Byoyomi vorsieht, nach dem Berliner Byoyomi gespielt werden.
Berliner Byoyomi
  1. Beim Berliner Byoyomi ist der Partieverlust durch Zeitüberschreitung nicht möglich.
  2. Wie beim kanadischen Byoyomi muss der Spieler in Zeitnot, eine bestimmte Anzahl an Steinen binnen der vorgelegten Zeitperiode setzen.
  3. Wird die Zeitperiode überschritten, werden alle nicht gespielten Byoyomi-Steine dem Gegner als Punkte gut geschrieben (gefangene Steine).
Schiedsgericht
  1. Das Schiedsgericht wird von Nakade bestimmt und ist für alle Go-Spiel Bereiche auf nakade.de zuständig.
  2. Das Schiedsgericht trifft alle Entscheidungen unabhängig gemäß dem Regelwerk und gesundem Menschenverstand.
  3. Das Schiedsgericht kann bei Unstimmigkeiten herangezogen werden. Dies kann sowohl über den Turnierleiter oder betroffene Spielern erfolgen.
    Darüber hinaus kann das Schiedsgericht auch bei Verdacht von Unregelmäßigkeiten in einer Liga oder einem Turnier vor einem Moderator hinzugezogen werden.
  4. Eine Schiedsentscheidung ist verbindlich und wird umgehend umgesetzt.
  5. Für disziplinarische Maßnahmen ist das Schiedsgericht zuständig.
  6. Die Frist für eine Schiedsentscheidung sollte einen Zeitrahmen von 6 Wochen nicht überschreiten.
  7. Auf Nachfrage muss das Schiedsgericht eine getroffende Entscheidung schriftlich begründen.

Anhang

Anmerkung zur befristeten Ersatzterminfindung:

Die Frist zur Ersatzterminfindung wird durch technische Möglichkeiten realisiert. Ziel ist zeitnah eine Lösung zu finden und damit Verzögerungen zu vermeiden. Vornehmlicher Bezugszeitpunkt für die Fristsetzung ist die erste Kontaktaufnahme zur Terminverschiebung.

Anmerkung zur Ergebniseintragung:

Schon um mögliche Manipulation aus zu schließen, sollte der Sieger einer Partie das Ergebnis möglichst zeitnah, bestenfalls direkt im Anschluss an die Partie, eintragen.
Wird von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht, kann auch der Verlierer das Ergebnis eintragen. Versäumen beide Spieler das Ergebnis in gegebener Frist einzutragen, wird das Spiel automatisch als ergebnislos eingetragen.

Dies hat folgende Konsequenzen:

  1. bei Punktegleichstand haben die Anzahl gespielter Partien (mit Ergebnis) direkte Auswirkung auf die Rangliste
  2. ergebnislose Partien sind von Zusatzleitungen wie Spielkommentare ausgeschlossen
  3. wiederholte Versäumnisse können disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen
Anmerkung zum Berliner Byoyomi:

Byoyomi hat oft einen negativen Einfluss auf die Spielqualität beider Spieler. Zudem hat ein vorzeitiges Partieende durch Zeitüberschreitung einen unangenehmen Beigeschmack. Mit dem Berliner Byoyomi erhoffen wir eine positive Einflussnahme auf das Zeitmanagement der Spieler bei gleichzeitiger Erhaltung der Zeitlimitation.

Anmerkung zu disziplinarischen Maßnahmen:

Disziplinarische Maßnahmen können von einer persönlichen Abmahnung über Punktabzug bis zum Ausschluß vom Ligabetrieb reichen. Ziel jeder Maßnahme ist immer die Wahrung der Spielkultur sowie dem inneren Frieden der Go-spielenden Gemeinschaft.
Das Schiedsgericht ist angehalten, betroffende Spieler zu informieren, und Gelegenheit zu geben, Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen. Grundlage jeder Entscheidung ist immer das Regelwerk.

Anmerkung zur Spielkultur und Öffentlichkeitsarbeit:

Das Go-Spiel hat für uns einen hohen kulturellen Wert.
Es wird erwartet, dass alle Spieler dazu beitragen, dass das Go-Spiel in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird.
Wir legen viel Wert auf angemessene Umgangsformen. Dazu gehören auch Respekt und Wahrung konventioneller Höflichkeit, wie Grußformeln zu Partiebeginn und -ende.
Fehlverhalten kann disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen, u.a. auch der Ausschluss von allen Veranstaltungen.